Wirklich „ausverkauft“ ist eine Kirche am Heiligen Abend natürlich nicht, aber bis auf den Platz belegt: Bänke, Empore und selbst die Ausziehsitze im Gang waren gut gefüllt, als zum zweiten Mal ein Weihnachtsmusical in der Remlinger St. Petrikirche im Heiligabend-Gottesdienst aufgeführt wurde.
Mé Thieke (Regie), Mareike Steuer (Regieassistenz und Kostüme), Yvonne Buchholz (Regieassistenz ) und Isabella Steuer (Soufflage) hatten ein modernes Weihnachtsmärchen mit sprechenden Kerzen und einer Familie auf der Suche nach der wahren Weihnacht vorbereitet und gemeinsam mit Anna, Annalisa, Aron, Constantin, Ella, Finja, Hannes, Jamie, Johanna, Laila, Lilly, Lukas, Marla, Sarah und Sina aus Remlingen, Roklum und Börßum zur Aufführung gebracht:
Vier Lichter – Glaube, Liebe, Frieden und Hoffnung – erzählten im diesjährigen Weihnachtsmusical ihre berührende Geschichte. Gemeinsam mit einer Familie erleben sie, wie schwer es in unserer Zeit oft ist, ihr Licht in die Welt zu tragen. Doch es gab ein Happy End: Alle fanden gemeinsam neue Zuversicht – und zeigten, was Weihnachten bedeutet. Diese moderne Fabel wurde in mit eingängigen Liedern in Szene gesetzt.
Überraschend für viele Zuschauerinnen und Zuschauer war dabei der Mut, den die jungen Talente aufbrachten, sich nicht nur schauspielend sondern auch singend einen solche großen Publikum zu präsentieren. Und manche Talente waren unter den Mitwirkenden: Die Kleinen, die schon voll in ihrer Rolle aufgingen zum einen und schon sehr professionell singende Konfirmanden zum anderen überraschten manchen Besucher.
Das Ende wiederum bot noch eine musikalische Überraschung, denn eine Zugabe war gewissermaßen schon eingeplant. Und als der erste Applaus (von mehreren) einsetzen wollte, bat Regisseurin Thieke noch einmal um Ruhe: „Es kommt doch noch was!“ Und nach dem letzten Applaus musste auch das Publikum noch mal ran: Ohne ein gemeinsam von allen gesungenes „O du fröhliche“ und ein „Vaterunser“ wollte Pfarrer Sebastian Maurer die Gemeinde nicht in den Weihnachtsabend entlassen.


